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Grafik zu Hepatitis B
Foto: © HMSI

Hepatitis B ist eine Leberentzündung. Sie wird durch Viren ausgelöst. Hepatitis B-Viren befinden sich in allen Körperflüssigkeiten und können durch Speichel oder Blut übertragen werden. Der häufigste Übertragungsweg ist Geschlechtsverkehr. Jugendliche und junge Erwachsene sind besonders gefährdet, denn ihre Sexualpartner wechseln häufiger als es bei anderen Altersgruppen der Fall ist. Es ist wichtig, dass dann ein sicherer Schutz gegen Hepatitis B besteht. Die Impfung wird aber deshalb früh gegeben, weil eine Infektion bei Kindern besonders gefährlich ist und fast immer chronisch verläuft.

Außerdem sind Jugendliche wenig sensibel für derlei Schutzmaßnahmen – es ist gut, wenn sie geschützt in die sexuelle Aktivität starten.

Die Hepatitis B ist weltweit sehr verbreitet. In Deutschland sind etwa 300.000 bis 650.000 Menschen chronisch – also dauerhaft – mit Hepatitis B infiziert.

Die Infektion mit Hepatitis B erfolgt meist von Mensch zu Mensch. Das Virus ist sehr ansteckend. Es wird vor allem durch Blut übertragen, es befindet sich aber auch in anderen Körperflüssigkeiten wie Speichel, Samen, Scheidenflüssigkeit, im Urin, in Tränen und in der Muttermilch. Übertragen wird es vor allem beim Sex.

Krankheitsanzeichen sind zunächst unspezifische Beschwerden wie Erschöpfung, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen und leichtes Fieber. Nur bei etwa einem Drittel der Betroffenen kommt es nach Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen nach drei bis zehn Tagen zu den typischen Zeichen einer Gelbsucht.

In der ersten akuten Phase einer Hepatitis B können wie bei vielen Virusinfektionen lediglich die Beschwerden behandelt werden. Es ist wichtig, auf leberschädigende Substanzen wie Alkohol, Drogen oder nicht unbedingt notwendige Medikamente sowie auf fetthaltiges Essen zu verzichten.

Die Behandlung der chronischen Hepatitis B dauert Monate bis Jahre, manchmal müssen die Medikamente sogar lebenslang eingenommen werden, damit sich das Virus nicht wieder vermehrt.

Die STIKO empfiehlt eine Kombinationsimpfung und rät dazu, bereits ab der 9. Lebenswoche zu impfen.  

  • Die 1. Impfung erfolgt ab dem vollendeten 2. Lebensmonat (ab der 9. Woche).
  • Die 2. Impfdosis bekommt das Kind mit vollendetem 3. Lebensmonat.
  • Die 3. Impfdosis erfolgt ab dem vollendeten 4. Lebensmonat.
  • Die letzte Impfung der Grundimmunisierung wird am Ende des 1. Lebensjahres gegeben (11.-14. Lebensmonat).

Die Grundimmunisierung gegen Hepatitis B erfolgt üblicherweise mit einem Mehrfachimpfstoff. Bei dieser Impfung wird gleichzeitig auch gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Polio) und Hib (Haemophilus influenza Typ b) geimpft.

Viele Impfungen werden im Rahmen der U-Untersuchungen (Früherkennungsuntersuchungen) durch die Kinderärztin oder den Kinderarzt gegeben.

Die Impfung gegen Hepatitis B gilt hierzulande als Standardimpfung. Sie ist in der Regel gut verträglich. Als Impfreaktion kann es durch die Anregung der körpereigenen Abwehr zu einer Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle kommen. In einzelnen Fällen können Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber oder leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten, die aber rasch wieder abklingen.

Wenn Sie Fragen zur Impfung gegen Hepatitis B und zum empfohlenen Kombinationsimpfstoff haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt sowie an Ihr zuständiges Gesundheitsamt.

Umfangreiche Informationen zum verwendeten Impfstoff finden Sie im Beipackzettel des Impfstoffs.

Umfassende (Fach-)Informationen zu Infektionskrankheiten und Schutzimpfungen gibt es auch im Internet auf den Seiten des Robert Koch-Institutes.

Wissenswertes rund um den Infektionsschutz durch Impfen finden Sie außerdem auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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