Logo Impfkampagne
Grafik Gürtelrose
Foto: © HMSI

Für Gürtelrose (Herpes Zoster) sind wie für die Windpocken (Varizellen) Varizella-Zoster-Viren verantwortlich. Sie kommen weltweit vor und weil sie hochansteckend sind, haben die meisten Erwachsenen über 50 in ihrem Leben die Windpocken bereits durchgemacht. Deshalb sind die Viren in ihrem Körper vorhanden und sie können jederzeit wieder aktiv werden. Das passiert vor allem, wenn das Immunsystem schwächer wird. Die Viren können dann einen schmerzhaften Ausschlag hervorrufen: Die Gürtelrose (Zoster). Dabei handelt es sich um schmerzhafte Nervenentzündungen. Typisch für die Gürtelrose ist ein streifenförmiger Hautausschlag meist an Rücken und/oder Brust, mit dem starke Schmerzen einhergehen. Von der Gürtelrose sind am häufigsten ältere Erwachsene und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem betroffen.

Der erste Kontakt mit dem Varizella-Zoster-Virus löst Windpocken aus. Das Problem: Nach Abklingen der Windpocken sind die Hauterscheinungen verschwunden. Das Virus aber nicht. Es bleibt lebenslang im Körper. Davon merkt man nichts, denn das Immunsystem hält den Erreger in Schach. Er schlummert in den Nervenknoten des Rückenmarks. Doch wenn die Abwehrkräfte schwächeln, ergreift das Virus seine Chance und breitet sich aus. Deshalb ist die Impfung für ältere Menschen besonders wichtig!

Gürtelrose entsteht durch Viren, die nach einer früheren Windpockenerkrankung bereits im Körper vorhanden sind. Die Erreger der Windpocken können nach Jahren wieder aktiv werden und eine Gürtelrose hervorrufen. Die Gürtelrose selbst ist weniger ansteckend. Nur die Flüssigkeit in den Bläschen des Ausschlags ist infektiös. Durch direkten Kontakt können sich Personen anstecken, die weder eine Windpocken-Erkrankung durchgemacht haben, noch gegen Windpocken geimpft sind. Eine Infektion ruft dann zunächst Windpocken hervor.

In der Regel tritt bei einer Gürtelrose zunächst ein brennender Schmerz auf. Es bilden sich flüssigkeitsgefüllte Bläschen, die sich zu einem gürtelförmigen (bandartigen) Ausschlag ausbreiten – meist am Rumpf oder Kopf und normalerweise nur auf einer Körperhälfte. Bei manchen Menschen bleibt auch nach Abheilen des Ausschlags der Schmerz an der betroffenen Körperstelle noch über einen langen Zeitraum zurück.

Akute Schmerzen bei Gürtelrose lassen sich mit Schmerzmitteln bedingt lindern. Zudem ist eine sorgfältige Hautpflege wichtiger Bestandteil der Behandlung, denn sie verhindert, dass sich auf den betroffenen Hautpartien zusätzlich Bakterien ansiedeln. Je nach Stadium werden auch antiseptische, austrocknende oder juckreizstillende Lotionen, Gele oder Pulver empfohlen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Gürtelrose

  • allen Personen ab 60 Jahren
  • allen Personen ab 50 Jahren, deren Immunsystem durch Krankheit oder Behandlung geschwächt ist oder die unter bestimmten Grunderkrankungen leiden

Bei der Impfung wird ein Totimpfstoff eingesetzt – er ist für Personen ab 50 Jahren zugelassen und wird zweimal im Abstand von mindestens zwei Monaten geimpft.

Die Impfung gegen Gürtelrose ist in der Regel gut verträglich. Als Impfreaktion kann es durch die Anregung der körpereigenen Abwehr zu einer Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle kommen. In einzelnen Fällen können Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber oder leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten, die aber rasch wieder abklingen.

Bitte wenden Sie sich mit Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt sowie an Ihr zuständiges Gesundheitsamt.

Umfangreiche Informationen zum verwendeten Impfstoff finden Sie im Beipackzettel des Impfstoffs.

Umfassende (Fach-) Informationen zu Infektionskrankheiten und Schutzimpfungen gibt es auch im Internet auf den Seiten des Robert Koch-Institutes.

Wissenswertes rund um den Infektionsschutz durch Impfen finden Sie außerdem auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

© Copyright 2018-2021 - Hessisches Ministerium für Soziales und Integration