Logo Impfkampagne
Grafik Meningokokken C
Foto: © HMSI

Meningokokken sind weltweit vorkommende Bakterien, die eine Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen können. Kinder unter fünf Jahren und Jugendliche zählen zu den besonderen Risikogruppen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung für alle Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten gegen Meningokokken der Serogruppe C. Es gibt auch Impfungen gegen weitere Serogruppen, die für bestimmte Risikogruppen empfohlen werden.

Kompetente Beratung erhalten Sie bei Ihrer Ärztin bzw. bei Ihrem Arzt.

Meningokokken werden über Tröpfcheninfektion übertragen, also vor allem über Husten oder Niesen sowie den direkten engen Kontakt, etwa beim Küssen. Die Erreger sterben an der Luft schnell ab, so dass eine Infektion bei üblichen Alltagskontakten nicht möglich ist.

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch einer Meningokokken-Erkrankung dauert es in der Regel drei bis vier Tage. Zunächst treten kurz grippeähnliche Symptome auf. Dazu setzen plötzlich starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Nackensteifheit ein. Bei einem großen Teil der Erkrankten treten außerdem kleine, punktförmige Hautblutungen auf.

Bei Säuglingen und Kleinkindern sind die Symptome häufig schwieriger zu deuten. Wenn ein Kind Fieber hat, schrill schreit, sehr unruhig oder auch auffallend teilnahmslos ist, die Nahrung verweigert und dabei eventuell erbricht oder Durchfall hat und empfindlich auf Berührungen reagiert, sollte sofort eine Arztpraxis oder das nächstgelegene Krankenhaus aufgesucht werden.

Da Meningokokken-Erkrankungen in den meisten Fällen schwer verlaufen und oft Komplikationen mit sich bringen, müssen sie stationär im Krankenhaus behandelt werden. Betroffene werden in jedem Fall mit Antibiotika behandelt und gegebenenfalls intensiv-medizinisch betreut. Auch Menschen, die engen Kontakt zu den Erkrankten haben, sollten schnellstmöglich eine vorbeugende Behandlung mit Antibiotika erhalten, um eine Infektion zu vermeiden.

Eine Meningokokken-Erkrankungen verläuft häufig kompliziert und kann sogar tödlich enden. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) seit 2006 eine einmalige Impfung gegen Meningokokken C im 2. Lebensjahr. Älteren Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Geburtstag, die keine Impfung gegen Meningokokken C erhalten haben, wird empfohlen, diese möglichst bald nachzuholen.

In besonderen Situationen wie z. B. bei bestimmten Grunderkrankungen oder Reisen in Länder mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko, können Impfungen gegen weitere Meningokokken-Typen (Serogruppen) sinnvoll sein. Bitte lassen Sie sich von Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt beraten.

Die Meningokokken-Impfung ist die wirksamste Maßnahme zur Vorbeugung der Krankheit. Die Impfung gilt hierzulande als Standardimpfung, die wirksam und gut verträglich ist. Als Impfreaktion kann es durch die Anregung der körpereigenen Abwehr zu einer Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle kommen. In einzelnen Fällen können Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber oder leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten, die aber rasch wieder abklingen.

Wenn Sie Fragen zur Impfung gegen Meningokokken und zum empfohlenen Impfstoff haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt sowie an Ihr zuständiges Gesundheitsamt.

Umfangreiche Informationen zum verwendeten Impfstoff finden Sie im Beipackzettel des Impfstoffs.

Umfassende (Fach-)Informationen zu Infektionskrankheiten und Schutzimpfungen gibt es auch im Internet auf den Seiten des Robert Koch-Institutes.

Wissenswertes rund um den Infektionsschutz durch Impfen finden Sie außerdem auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

© Copyright 2018-2021 - Hessisches Ministerium für Soziales und Integration